Institution Building
Die Nachrichten, dass die EU plant, einen Europäischen Währungsfonds ins Leben zu rufen, klingen gut. Was die bestehenden Verträge nicht vorsehen, warum auch immer, dient so nicht als Vorwand dafür, sie zu brechen oder sie zu umgehen, sondern zu der klugen Konsequenz, eine neue Institution zu gründen, die mit eigenem Recht und mit dafür bereit gestellten Mitteln interveniert.
Details spielen soweit erst einmal gar keine Rolle. Auch nicht, wer dafür oder dagegen ist und aus welchen Gründen. Das bloße Signal ist – neben der Ankündigung, Leerverkäufe mit dem Ziel der Währungsspekulation zu unterbinden – ein gutes Signal.
Welche Rolle diese Institution tatsächlich spielen wird, wie sie ausgestattet wird, ob sie sich auf alle EU-Mitglieder oder nur die Euro-Länder erstreckt und wie sie in Wahrnehmung ihrer Funktion die Lehren aus der Interventionspraxis des IWF zieht, das wird ein eigenes spannendes Kapitel der europäischen Geschichte.
Zum ersten Mal seit Beginn der PIIG-Krise kommt Licht in Sicht.

