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Artikel Tagged ‘John McCain’

The Thrill Is Gone

19. Juni 2010

… einer meiner Lieblingssongs von Chet Baker. Auf die Idee bringt mich dieser Leitartikel von Charles M. Blow.

Blows op-eds in der New York Times lese ich mit tiefer Skepsis. Dieser Autor spielt gern Schicksal. Oder sähe sich gern im Westflügel des Weißen Hauses.

Seine Politikanalysen folgen der Dramaturgie von American Idol – mit ihm als hybrider Mischung aus Scharfrichter und Coach. Einspruch? Zwecklos! Mehr…

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Bomb, bomb, bomb …

15. April 2010

Was sonst noch so passiert

9. März 2010

Die Senatoren McCain und Lieberman haben diesen Gesetzentwurf im amerikanischen Senat eingebracht, ein Akt des politischen Opportunismus, der dokumentiert, wie ein Teil der amerikanischen Legislative vor lauter Gegenwart den Verstand verliert.

Den Anlass zu dieser Initiative gab die rechtsstaatlich korrekte Belehrung des gescheiterten Unterhosenbombers über seine Verfassungsrechte. Seither schäumen die selbsternannten Eisenbeißer.

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Schwanken als Weitsicht

23. November 2009

Maureen Dowd hat ein Shakespeare-Drama über Obamas Präsidentschaft als Stenogramm geliefert. Ihr Patentrezept für einen starken König empfiehlt Obama, sich ein Beispiel an Sarah Palin zu nehmen: mehr Arsch in der Hose und mehr Bauchgefühl zu zeigen als hin und her zu überlegen.

In das gleiche Horn bläst der große Senator John McCain, den in der ihm eigenen politischen Weitsicht mehr die Angst vor Leistenbrüchen plagt. Erstaunlich, wie bereitwillig sich europäische Korrespondenten diesem spin als Verstärker zur Verfügung stellen.

Hierzulande erinnert diese Art von kolumnitischen Patentrezepten an die Zeit von postpotenten Ruckreden und ihre so vorhersagbare Vergeblichkeit. In diesen Tagen zeigt sich, dass Obama unserer Bundeskanzlerin ähnlicher ist, als die meisten glauben. Das Schwanken und das Zögerliche sind in volatilen Zeiten belastbarer als Basta-Politik. Es zeigt, auf beiden Seiten einer Entscheidung zu Hause sein zu können. In der feinmechanischen Umsetzung dieses Reitens auf dem Zaun zwischen Hüh und Hott gilt der größere Energieaufwand der Suche nach den Stellschrauben, im übrigen eine schöne Rechercheaufgabe für nachgeborene Historiker.

Für uns Zeitgenossen des politischen Prozesses aber ist die genaue Analyse der politischen Rhetorik fruchtbarer als die alltagsjournalistischen Verächter dieses Genres wahrnehmen. Die lesenswerte Analyse der Karriere von Obamas Rechtsberater Gregory B. Craig belegt, welche Rolle die sogenannten großen Reden Barack Obamas für das Verständnis der Feinjustierung (und der Kurskorrekturen) seiner Politik spielen.

Das konnten die Leser dieses Blogs schon im Mai wissen.

 

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Metaphernschule: Da hebt man sich ja einen Leistenbruch …

22. November 2009

Während der Abstimmung flüstert er: "Ooooh, this is sooo tense". In seiner Rede zur Gesundheitsreform sagt John McCain: Die Gesundheitsreform sei "hernia-inducing".

Nun gehört es zu den guten rhetorischen Traditionen, die Metaphern zu einem politisch strittigen Thema im Politikfeld zu suchen, um das es geht. Wie würden wir "hernia-inducing" übersetzen? Mit der Warnung, sich nicht zu verheben? Das klänge für ein Gesetzpaket, das in zehn Jahren etwa 850 Mrd. Dollar kostet, wie die Warnung eines moderaten Politikers, irgendwie verständig, mit leicht mehliger Stimme (Genscher, Brüderle, Kinkel) vorgetragen.

Andererseits ist ein Leistenbruch die typische Nebendiagnose älterer Männer. Sie haben sich im falschen Augenblick verhoben  – und diesen Sachverhalt irgendwie abgehakt, über Jahre und Jahrzehnte mitgeschleppt.

Gut, dass mit Obama ein Mann im Weißen Haus sitzt, der nicht auf die Idee kommt, über die Schwerstprobleme auf seiner Agenda zu sagen. Autsch, da hebe ich mir ja einen Leistenbruch. Sollen sich andere dran verheben …

Als Werkstudent hatte ich in Berlin in einer großen Heizungsbaufirma gearbeitet. Einmal schaute mir die Seniorchefin über die Schulter, als ich die Schlussfassung eines umfangreichen Angebots in die IBM-Maschine hackte. "Da schwitzt man ja kleine Kartöffelchen", sagte sie schaudernd.

Dieses Bild hat es nicht in die Politik geschafft.

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